Werbung

Osterbräuche

Die Volksreligiosität hat rund um das Osterfest zahlreiche Bräuche entwickelt, die auf den Ostersonntag konzentriert und von Region zu Region und von christlicher Glaubensgemeinschaft zu Glaubensgemeinschaft sehr unterschiedlich sind. Zwei sehr schöne, alte Osterbräuche möchte ich vorstellen. Die Ostereiersuche und die Osterkerze. In vorchristlichen Zeiten wurden gekochte und gefärbte Eier der Frühlingsgöttin Ostara, als Zeichen der Fruchtbarkeit zum Opfer gebracht. Später galten die Eier als Zeichen der Freundschaft. In der christlichen Zeit war das Kochen und Färben der Eier ursprünglich eher von praktischen Überlegungen getragen. In der Osterfastenzeit, die 40 Tage dauert, durften keine Eier gegessen werden. Damit sie nicht schlecht werden, hat man sie gekocht. Um die gekochten von den rohen Eiern zu unterscheiden, hat man sie mit Pflanzenfarben eingefärbt. Ursprünglich war auch die Farbe der Eier von großer Bedeutung. Wer zuerst ein rotes Ei fand, würde drei Tage Glück erleben, wer zuerst ein blaues Ei fand, einen Tag Pech. Einer der wichtigsten Osterbräuche ist die Osterkerze. Sie wird seit dem Frühchristentum, im vierten Jahrhundert in der Osternacht am heiligen Lciht entzündet. Wenn die Osterkerze nach Dunkelwerden am Karsamstag in die Kirche getragen wird, begrüßt man sie mit „Christus ist das Licht - Gott sei ewig Dank“, das dreimal gerufen wird. Die große Osterkerze, die mit einem Lamm, einer Taube, Wasser, Bäumen, Kreuzen oder Sonnenlicht verziert ist, wird auf einen Leuchter aufgesetzt und die Gläubigen entzünden ihre mitgebrachten Kerzen an ihr. Die Osterkerze ist immer weiß, was für die Hoffnung und das neue Leben steht. Da sie bei der Segnung des Weihwassers in diesem versenkt wird, wird ihre Symbolik der Wiederauferstehung dadurch nochmals betont.

Werbung